Einschüchterung erkennen und wahrnehmen

Da Einschüchterung am Arbeitsplatz viele verschiedene Formen annehmen kann, ist sie manchmal schwer zu erkennen. Für viele Menschen ist Einschüchterung eine Form von grenzüberschreitendem Verhalten. Jemand überschreitet buchstäblich Ihre moralischen Grenzen und dringt in einen Bereich ein, in den eine andere Person nicht gelangen sollte. Diese Grenzen sind für jeden Menschen unterschiedlich.

Wenn Sie sich durch das Verhalten einer Kollegin oder eines Kollegen wiederholt ängstlich oder bedroht fühlen, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Sie eingeschüchtert werden. Opfer zeigen häufig bestimmte Warnsignale. Dies können scheinbar harmlose Verhaltensweisen sein, die darauf hinweisen, dass eine Person gestresst ist, zum Beispiel Tics, Abwesenheit oder Nervosität.

Stress durch Einschüchterung kann jedoch auch zu häufigen Krankmeldungen, Bauchbeschwerden oder sogar Selbstverletzungen führen. Das Opfer versucht möglicherweise auch, soziale Kontakte mit bestimmten Kolleginnen oder Kollegen zu vermeiden. Beim Täter fehlt häufig das Schuldgefühl, weil er der Meinung ist, dass das Opfer es „verdient“. Wenn Sie bemerken, dass Kolleginnen und Kollegen Konflikte haben, ohne dass anschließend eine Annäherung oder Versöhnung gesucht wird, kann es sein, dass Einschüchterung am Arbeitsplatz vorliegt.